From Quantum Communication to Quantum Networks

QR.N-Konsortium lädt zu zweitem Workshop nach Bad Honnef ein –

Mit über 100 Teilnehmenden fand Mitte Februar 2026 im Physikzentrum Bad Honnef (PBH) der zweite Workshop des Verbundprojekts „Quantenrepeater.Net (QR.N)“ statt. Unter dem Titel „From Quantum Communication to Quantum Networks“ drehte sich an zwei Tagen alles um zentrale Fragen der nächsten Entwicklungsstufe von Quantentechnologien – von Quantenrepeatern über die zukünftige Vernetzung von Quantencomputern bis hin zur IT-Sicherheit in (Quanten-)Netzwerken. Nach einer Einführung durch den Projektsprecher Prof. Dr. Christoph Becher (Universität des Saarlandes) und einer Begrüßung durch Dr. Sebastian Jester, Leiter des Referats T13 „Kommunikationstechnologien und Cybersicherheit; CISPA“ am Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR),  standen am ersten Tag insbesondere Nachwuchsforschende im Mittelpunkt. Vorträge von Dr. Dorian Gangloff (University of Cambridge), Dr. Andreas Pfenning (Julius-Maximilians-Universität Würzburg), Dr. Patrick Ledingham (University of Southampton), Dr. Anna Pappa (Technische Universität Berlin), Prof. Dr. Ralf Riedinger (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Johannes Zeiher (Max-Planck-Institut für Quantenoptik | Ludwig-Maximilians-Universität München) boten spannende Einblicke in aktuelle Forschungsansätze und neue Perspektiven für skalierbare Quantennetzwerke. Den Abschluss des ersten Workshoptages bildet ein Abendvortrag von Dr. Mihir Bhaskar (IonQ) über Quantenverbindungen für skalierbare, fehlertolerante Quantencomputer.

Der zweite Tag bestand aus zwei Themenblöcken. Der erste Block startete mit praxisnahen Einblicken von Quantencomputing-Start-ups. Dr. Sebastian Blatt (planqc), Dr. Ulrich Meier (IQM Quantum Computers) und Dr. Björn Lekitsch (neQxt GmbH) präsentierten die Visionen ihrer Unternehmen und erläuterten die technologischen und infrastrukturellen Herausforderungen auf dem Weg zu skalierbaren Quantencomputern. Dabei wurde deutlich: Skalierung ist kein isoliertes Hardwareproblem. Sie erfordert u. a. robuste Architekturen, neue Fehlerkorrekturansätze und leistungsfähige Vernetzungskonzepte. Der zweite Themenblock widmete sich der IT-Sicherheit in zukünftigen (Quanten-)Netzwerken. Dr. Rüdiger Peusquens (Deutsche Telekom Security GmbH), Dr. Oliver Muth (Bundesdruckerei GmbH) und Karolin Varner (Rosenpass e. V.) zeigten eindrucksvoll, wie Unternehmen und Institutionen sich schpn heute auf eine postquantenkryptographische Zukunft vorbereiten. Eine zentrale Botschaft der anschließenden Paneldiskussion lautete: Quantenkommunikation allein löst nicht alle Probleme. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Aufbau von Quantennetzwerken zunehmend strategische Bedeutung gewinnt und aktiv gestaltet werden muss.

Rückblickend war der QR.N-Workshop eine rundum gelungene Veranstaltung – geprägt von aufschlussreichen Vorträgen und lebhaften Diskussionen, von denen die Teilnehmenden sicher noch lange profitieren werden. Wir danken allen Sprecher:innen und Teilnehmenden freuen uns schon auf das nächste Mal!


     

     

      

 

Fotos: Impressionen vom QR.N-Workshop.