Zwei neue Paper unter Beteiligung des QR.N-Konsortiums veröffentlicht

Neu erschienene Artikel beschreiben wichtige Schritte auf dem Weg zu zukünftigen Quantennetzwerken –

In den letzten Jahren sind Quantennetzwerke zunehmend in den Fokus der Forschung gerückt. Sie könnten nicht nur die Sicherheit kritischer Infrastrukturen erhöhen, sondern auch neue Anwendungen ermöglichen – von der sicheren Vernetzung von Quantencomputern bis hin zu einem zukünftigen Quanteninternet. Ein zentraler Baustein solcher Netzwerke ist die Quantenteleportation. Vor diesem Hintergrund sind Mitte November 2025 in Nature Communications zwei Artikel unter Beteiligung des QR.N-Konsortiums erschienen.

Das erste Paper mit dem Titel „Telecom-wavelength quantum teleportation using frequency-converted photons from remote quantum dots“ behandelt die photonische Quantenteleportation mithilfe von Halbleiter-Quantenpunkten. Forschende aus dem Konsortium an den Standorten Stuttgart, Saarbrücken und Dresden führten ein Experiment mit zwei räumlich getrennten GaAs-Quantenpunkten durch: Einer diente als Quelle für verschränkte Photonenpaare, der andere als Einzelphotonenquelle. Die Ergebnisse zeigen, dass die resultierende, postselektive Güte (fidelity) der Teleportation 0,721(33) betrug – deutlich über der klassischen Grenze – und damit den erfolgreichen Transfer von Quanteninformationen zwischen Licht aus verschiedenen Quellen demonstriert. Hier geht es zum Bericht über die Publikation.

Das zweite Paper mit dem Titel „Quantum teleportation with dissimilar quantum dots over a hybrid quantum network“ beschreibt eine Felddemonstration, die einen wichtigen Schritt zur Realisierung festkörperbasierter Quantenrelais darstellt. Forschende an den Standorten Paderborn, Garching, Würzburg und Karlsruhe präparierten zwei ungleiche Halbleiter-Quantenpunkte so, dass sie sich für die Teleportation von Polarisations-Qubits eigneten. Die Demonstration erfolgte in einem hybriden Quantennetzwerk mit nahinfraroten Photonen: Ein Teil der Verbindung lief über Glasfaser, ein anderer über eine 270 m lange optische Freiraumstrecke auf dem Campus der Sapienza-Universität in Rom. Die dabei erreichte Teleportationsgüte (fidelity) betrug bis zu 82 ± 1 % und lag damit um mehr als zehn Standardabweichungen über der klassischen Grenze – ein klarer Nachweis für die erfolgreiche Teleportation unter realen Bedingungen. Hier geht es zum Bericht über die Publikation.

Wir gratulieren den beteiligten Teams zu den veröffentlichten Artikeln und freuen uns auf weitere Forschungserfolge aus dem Konsortium.

 

 

Quellennachweise: https://www.nature.com/articles/s41467-025-65912-8; https://www.nature.com/articles/s41467-025-65911-9